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Gewalt gegen Rettungskräfte II

Gefördert durch das Land NRW, die Unfallkasse NRW sowie die komba gewerkschaft nrw wird derzeit am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft ein Forschungsprojekt zum Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste in NRW“ durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Fortsetzung der 2011 durchgeführten Untersuchung „Gewalt gegen Rettungskräfte“, die ebenfalls durch den Lehrstuhl von Professor Dr. Thomas Feltes betreut wurde und eine umfassende Gewaltbetroffenheit der Einsatzhabenden in Nordrhein-Westfalen offenbarte und somit bereits die Notwendigkeit von Anschlussstudien indizierte. 98 % der Befragten gaben 2011 an, Opfer verbaler Gewalt geworden zu sein, 59 % berichteten sogar von tätlichen Übergriffen auf ihre Person.

 

Die im Mai und Juni 2017 erfolgte Befragung von rund 4000 Einsatzkräften setzt es sich zum Ziel, neue Erkenntnisse zur Betroffenheit, zu den Entstehungsbedingungen von Gewalt gegen Einsatzpersonal und zu den Folgen für die Betroffenen zu erlangen. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse dazu dienen, in Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten Präventionsbedarf an den dafür geeigneten Stellen aufzudecken und bereits erfolgte Präventionsmaßnahmen zu evaluieren. 

 

Erstmals wurden in Nordrhein-Westfalen auch Feuerwehrfrauen und -Männer sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Einsatzleitstellen zu ihren Gewalterfahrungen befragt.